Bibelmuseum NL
8. August, 2007 von Moderator
Das Bibelmuseum, Amsterdam
Im Bibelmuseum von Amsterdam kann man erleben, woher der Begriff des Sündenbocks und seine Bedeutung stammen
Auch wenn Amsterdam ein ungewöhnlicher Ort für die Erkundung der christlichen Geschichte von Jerusalem zu sein scheint, kann man hier dennoch ein interessantes Artefakt entdecken, welches auf den Begriff Sündenbock ein ganz besonderes Licht wirft.
Im Bibelmuseum der Stadt, wo es eine ganze Reihe von erstaunlichen Ausstellungsstücken rund um das Buch der Bücher zu entdecken gibt, befindet sich auch ein außergewöhnliches, aus dem Jahre 1851 stammendes Klang- und Lichtspiel. Dessen Mittelpunkt ist die Stiftshütte, der Vorläufer des Tempels in Jerusalem.
Hier kann man sich einen Eindruck davon machen, wie der sprichwörtliche Sündenbock zu seinem Namen gekommen ist. In der Stiftshütte befand sich damals die Bundeslade mit den zehn Geboten. Einmal im Jahr, am so genannten Tag der Versöhnung, besprengte der Hohepriester die Bundeslade mit dem Blut eines zu diesem Zweck geopferten, reinen Bocks, der als Opfertier zu Tode gebracht worden war.
Ein zweiter Bock, nämlich der Sündenbock, wurde mit den Sünden des ganzen Volkes beladen und in die Wüste geschickt. Fraglich ist, ob in dieser Handlung noch die Ursache für ein zweites Sprichwort zu finden ist.
Jedenfalls kann man heute alle halbe Stunde im Bibelmuseum die 15 Minuten dauernde Vorstellung dieses Klang- und Lichtspiels bewundern. Die ausgestellte Stiftshütte hat eine Grundfläche von etwas mehr als zwölf Quadratmetern und ist eine Nachbildung des Originals im Maßstab 1:12; ein erstaunliches Kunstwerk, das die erstaunlichen Bräuche einer uralten Geschichte immer wieder neu beleuchtet.
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