Berge Südtirol
6. März, 2007 von Moderator
Welche Berge die Kulisse im Hintergrund der Seiser Alm dominieren
Doch das Heu wird schon seit Jahrhunderten auch für den Menschen genutzt. Im Heu ist eine große Zahl ätherischer Öle enthalten, die nicht zuletzt auch für den charakteristischen Duft verantwortlich sind, die sich hervorragend eignen, etwas für sein Wohlbefinden zu tun.
Wie gut die im Heu enthaltenen ätherischen Öle für den Körper sind, haben die Bauern im Umkreis seit Jahrhunderten gewusst, selbst wenn ihnen der Begriff, wie er als moderne Modeerscheinung immer wieder verwendet wird, wahrscheinlich unbekannt war. Das Baden im Heu wird hier schon seit langer Zeit bei Gelenkkrankheiten eingesetzt, und dies mit einigem Erfolg. Die heutigen Heubäder für Touristen, die in Seis und anderswo angeboten werden, gehen darauf zurück.
Doch vor allem ist es die Landschaft, die auf der Seiser Alm für den Besucher so viel zu bieten hat. Quert man die Böden der Seiser Alm mit ihren Almen und den vielen verstreuten Hütten, so kommt man ins Gebirge, dass dieses Hochplateau in allen Richtungen umgibt. Die Hütten, in denen das getrocknete Heu für den Winter aufbewahrt wurde, treten mehr und mehr Zurück, um Platz zu machen für die erstaunliche Gebirgslandschaft, die die Alm in beinahe allen Himmelsrichtungen umgibt.
Diese Gebirgsregion ist mindestens so spektakulär ist wie die Alm selbst, da die rundum aufragenden Gebirge ein majestätisches Panorama für die Umgebung der Seiser Alm darstellen. Der Schiern, der Völs und Seis so gewaltig dominiert, ist von der Seiser Alm aus leicht zu ersteigen, auch wenn er sich dennoch erstaunlich weit in den Himmel zu erheben scheint.
Dasselbe gilt für die Rosszähne, die ihren Namen nicht umsonst tragen: schmal und steil, an einigen Stellen beinahe scharf ragen sie in den Himmel auf. Vor allem der Schiern ist ein phantastischer Aussichtsberg und ein beliebter Kletterberg, der von vielen Besuchern gerne genutzt wird, um sich einen Überblick über die Landschaften der Seiser Alm zu verschaffen. Allen voran mit der bekannten Santnerspitze und der Euringerspitze bietet er zwei vom Plateau abgesprengte Felszacken, die zum Klettern besonders einladen.
Wie so viele Gipfel in der Umgebung tragen sie ihre Namen nach den Erstbesteigern: Johann Santner und Gustav Euringer. Die Rosszähne locken auch Klettersteiggeher immer wieder an. Vom Tierser Alpl mit dem gemütlichen Schutzhaus führt der Maximilanweg weiter nach oben. Dieser ist zwar ein Klettersteig von erheblichem Anspruch, doch ist er keineswegs unüberwindlich, wenn man gut ausgerüstet an den Marsch geht.
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