Benediktinerinnenkloster
19. Februar, 2007 von Moderator
Die Vergangenheit der Sehenswürdigkeiten Klausens
In der Nähe der Liebfrauenkirche liegt auch, ebenfalls über den Säbner Aufgang zu erreichen, das Benediktinerinnenkloster, das ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammt. Das Kloster selbst ist für die meisten Besucher weitaus weniger interessant als die angeschlossene Klosterkirche von 1687, die man besuchen kann.
Besonders schön sind an diesem Bauwerk die schmiedeeisernen Gitter, die den Chorraum der Schwestern vom Schiff abtrennen. Diese strikte Trennung symbolisiert auf eindrucksvolle Weise die besondere Rolle der Benediktinerinnen in dieser Kirche.
Im Innenraum der Kirche findet man eine ganze Reihe von beeindruckenden Kunstwerken aus dem 17. Jahrhundert und einigen Werken aus der näheren Vergangenheit, die interessante Charakteristika der Kunstepoche bergen.
Hinter dem Kloster geht der Säbner Aufgang noch eine weitere Treppe hinauf, bis man den höchsten Punkt mit der kleinen Heiligkreuzkirche erreicht. Diese Kirche ist, wie viele kirchliche Bauwerke auf erhöhten Standpunkten, vor allem ein Einkehrpunkt für Gebirgsbewohner und Wanderer. Sie steht auf sehr viel älteren Vorgängerinnen.
Wie viele andere kirchliche Bauwerke wurde sie errichtet, um den Sieg Gottes über die heidnischen Heiligtümer zu symbolisieren, so dass es einige sehr alte Funde gibt, die teilweise noch aus vorgeschichtlicher Zeit stammen. Diese belegen eine kultische Nutzung dieses markanten Punktes, weit vor der Errichtung der sehr alten Kirche. Dieser prominente und gut zu verteidigende Standort war seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt und stellte ein wichtiges Zentrum auch für die frühen Bewohner der Region dar.
Bei der Heiligkreuzkirche handelt es sich um den Dom des Bischofs Ingenuin aus dem 6. oder 7. Jahrhundert, der eines der frühesten kirchlichen Bauwerke in dieser Region darstellt. Der Dom wurde umgebaut in der Spätgotik als Palastkapelle der bischöflichen Burg, da die alte Bauweise damals nicht mehr zeitgemäß erschien.
Da man damals noch kein so großes Bewusstsein für die Erhaltung alter Werke hatte, erschien es dem Bischof einfach als sinnvoll, das Bauwerk umgestalten zu lassen, damit es den neuen Anforderungen als Bischofskirche gerecht werden konnte. Eines der interessantesten Stücke im Inneren der Kirche ist das großartige Kruzifix auf dem Hochaltar von Leonhard von Brixen.
Mit Ausnahme des Klosters und der Burg können die Sehenswürdigkeiten am Säbner Aufgang besichtigt werden, und das in den meisten Fällen täglich; eine Anmeldung über den Tourismusverein ist allerdings sinnvoll, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
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