Architektur Kloster

Die Architektur des Klosters selbst ist eine Sehenswürdigkeit

Betritt man jenseits des Hofes das Atrium des Klosters, kommt man in eine Prälatur, in der Bildnisse sämtliche Äbte des Klosters hängen, die im Laufe der Jahrhunderte diesem Gebäude vorstanden. Hinter diesem Saal erreicht man den zwei­ten Hof, der kaum weniger beeindruckend ist als die Bauwerke, die man gerade hinter sich gelassen hat.

Auf der rechten Seite dieses Hofes steht die Stiftskirche, ein Gebäude mit massigem Kirchturm aus romanischer Zeit. Durch das Gewölbe des Turms betritt der Besucher die Kirche selbst.

Es handelt sich um ein dreischiffiges Bauwerk mit einem hohen Chor, dem man seine Entstehungszeit während der Gotik deutlich ansieht. Der Barock wirkte sich in diesem Gebäude in beinahe sämtlichen Aspekten sehr stark aus.


 



Üp­piger Stuck, der von den besten bayerischen Stuckateuren angebracht wurde, und prächtige Deckengemälde von Matthäus Günther aus dem Jahr 1736 prägen den Eindruck, den man in diesem Gebäude gewinnt. Diese Gemälde findet man in Form von drei Riesenmedaillons mit Darstellungen aus dem Leben des Heiligen Augustinus überall im Gebäude.

Ein beeindruckendes Werk in dieser Kirche ist auch der Marmorhochaltar mit gedrehten Säulen, der das ohnehin nicht gerade kleinlich gestaltete Innere dieser Kirche deutlich dominiert. Nicht umsonst gilt das Innere der Stiftskirche als einer der Höhepunkte des Spätbarocks, der sich hier in seinen typischen wuchtigen Formen ergeht.

Der Kreuzgang, den man durch einen Durchgang vom ersten Hof aus erreicht, ist hingegen gotisch und damit weitaus älter als das später barockisierte restliche Innere der Kirche. Die prägenden Kreuzrippengewölbe sind zu weiten Teilen noch mit sehenswerten Fres­ken bedeckt, die allerdings vielfach durch später eingemauerte Grabsteine zerstört wurden.

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