Andrea del Sartos

Das Gemälde von del Sarto: ein Höhepunkt in der Abendmahlsdarstellung

Im 16. Jahrhundert ist ein Cenacolo von außerordentlicher Ausdruckskraft entstanden, das man nicht selten als den Höhepunkt der Florentiner Abendmahlskunst bezeichnet.

Auch wenn dieser Titel, den wirklich zu verleihen und zu vertreten sich wohl auch der renommierteste Experte kaum anmaßen kann, umstritten ist; markiert wohl Andrea del Sartos „Cenacolo di San Salvi“ zweifelsohne einen wenigstens vorübergehenden Höhepunkt.

Die Ausdruckskraft dieses Meisters der Renaissance ist unumstritten, und er ging mit all seinem Können an dieses wichtige Werk, das so auch als eine seiner großen Darstellungen bezeichnet wird.

Die Wirkung dieses Gemäldes ist beeindruckend, und nicht umsonst rankt sich eine Legende um diese ausdrucksvolle Kraft des Werkes.


 



1529, nur wenige Jahre nach der Fertigstellung dieses beeindruckenden Freskos, befand sich Florenz in einer schweren Notlage. Die Florentiner Regierung sah sich beim verzweifelten Widerstand gegen die Belagerungsarmee von Kaiser Karl V. gezwungen, die unangenehme Strategie der verbrannten Erde außer­halb der Stadtmauern anzuwenden. Ein militärischer Schritt, der immer von großem Aufruhr begleitet wird und der die widerstreitenden Parteien in Aufregung versetzt.

Bei der Taktik der verbrannten Erde wendet die Partei keine militärische Kraft auf, um eingenommene Stellungen zu halten, sondern macht sie für den Gegner unbrauchbar und zieht sich in eigene Stellungen zurück. Auf diese Weise wird eine Massierung der eigenen Truppen möglich, die man bei stärkerer Verteilung der Truppen kaum erreichen kann; eine typische Taktik der Verzweiflung also, die aber dennoch meist sehr effektiv angewendet wurde.


 



So sandten die Herrscher von Florenz Zerstörungstrupps in alle Gebiete außerhalb der Stadt aus, die sie mit ihren Truppen nicht halten konnten, um die nützlichen und kostbaren Besitztümer nicht für die Belagerer nutzbar zu lassen. Auf diese Weise wurde der Nachschub der Belagerer, der einen empfindlichen Vorteil gegenüber der belagerten Stadt darstellt, auf ein Minimum reduziert.

Die Legende sagt nun, dass Sartos Werk von einer so großen Ausdruckskraft ist, dass beinahe jeder Besucher sich schwer beeindruckt von diesem Gemälde zeigt. Beein­druckt muss wohl auch der Kommandant des Zer­störungstrupps gewesen sein, der eigentlich das Kloster vernichten sollte. Er ließ den Abbruch des Vallombrosanerklosters, so die Über­lieferung, sofort einstellen, nachdem er das Refektorium betreten hatte.

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